Unfall, was jetzt?

Was müssen Sie nach einem Unfall in welcher Folge tun?

Dazu müssen Sie nach einem Unfall am Ort des Geschehens wie folgt vorgehen:

  1. Sicherungspflicht
    1. Warnblinker einschalten, anhalten, Warnweste anlegen. Hinweis: Achtung vor dem Aussteigen! Möglichst an der vom fließenden Verkehr abgewandten Seite das Fahrzeug verlassen!
    2. Warndreieck aufstellen in einer Entfernung von mindestens 50 bis 150 Metern von der Unfallstelle, in Ortschaften näher, außerhalb von diesen weiter von der Unfallstelle entfernt,
    3. unbedingt auf Sicherheit und Verkehrssicherung achten! Halten sie das Warndreieck/ Warnleuchte in Ihrer Gehrichtung vor Ihren Körper, damit andere Verkehrsteilnehmer diese gut erkennen! Tragen sie eine Warnweste!
  2. Erste Hilfe leisten
    1. Verletzte versorgen,
      - weiterhin sofern durch Verletzungen / Sachschäden erforderlich -
    2. Tel. 110 bzw. 112 anrufen, Polizei bzw. Rettungsdienst zur Hilfe
  3. Eigene Beweissicherung
    1. Zeugen Adressen notieren-
    2. Unfallstelle fotografieren
      • Fahrzeugstellung mit Ölkreide o.ä. markieren (im Verbandskasten enthalten)
      • Übersichtbilder aus vier verschiedenen Richtungen machen
      • Bremsspuren aufnehmen, Fahrzeugschäden aufnehmen
      • Bezugspunkte wie Gullydeckel, Leitplanken, Bäume
      • Bordsteinkanten, Straßenmündungen etc. aufnehmen
    3. bei geringen Schäden / Bagatellschäden zur Seite fahren und den Verkehrsraum wieder frei machen, unter Beachtung der Verkehrssicherheit,
  4. Unfallbericht erstellen (Europäischer Unfallbericht)
    Bitte beachten Sie, das Sie in dem Unfallbericht nur
    1. Angaben zum Unfallgeschehen, zum Fahrzeug, zur Person und zur Versicherung machen aber
    2. kein Schuldanerkenntnis abgeben, es könnten Probleme mit Ihrer eigenen Versicherung daraus folgen.
  5. Polizei rufen bei
    1. Verletzten
    2. hohem Sachschaden
    3. keiner Einigung
    4. unerlaubtem Entfernen vom Unfallort
    5. Unfallgegner mit ausländischem Kennzeichen
    6. im Fall einer Bedrohung, oder Erpressung, etwa zu einer Schuldanerkenntnis durch andere Personen
  6. Verhalten gegenüber der Polizei
    • Angaben zur Person, zum Fahrzeug und zur Versicherung müssen Sie machen.
    • Wenn Sie Zweifel haben über den Unfallhergang und - oder die Schuldfrage, müssen Sie keine Angaben gegenüber der Polizei machen. (Sie müssen sich gemäß unserer Rechtsprechung nicht selbst belasten.)
    • Angaben zum Unfallhergang können Sie über einen
    • Rechtsanwalt für Straßenverkehrsrecht, u.U. auch gegenüber eines Sachverständigen, oder gegenüber Ihrer Versicherung nachträglich tun.
    • Nur bei eindeutiger Verschuldensfrage sollten Sie ein Verwarnungsgeld akzeptieren.
    • Bagatellschäden müssen nicht durch die Polizei aufgenommen werden, aber notieren Sie prinzipiell Name und Dienststelle und Telefonnummer des Polizeibeamten, - für etwaige spätere Rückfragen.
  7. Achtung vor den sogenannten „ Unfallhelfern“!

    Ungebetene Unfallhelfer bieten den Unfallgeschädigten oft schon an der Unfallstelle an, die Abwicklung Ihres Schadens zu übernehmen.

    Vorsicht! Diese helfen Ihnen in erster Linie dazu, wie Sie am schnellsten Ihr Geld loswerden! Wenden Sie sich zu Ihrem Vorteil direkt an den nächsten Abschleppdienst des ADAC / AVD oder ähnliche seriöse Institutionen, sowie bei Bedarf an die Polizei, oder an unser Sachverständigenbüro Tel. 0172- 648 2479 !

    Wichtig - unbedingt beachten!

    Sofern Sie unverschuldet mit Ihrem Fahrzeug in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden, beachten Sie in Ihrem eigenen Interesse unbedingt die folgenden 10 Punkte:

    Hier klicken für die 10 wichtigen Punkte für Geschädigte nach einem Unfall.

    Es folgt zu Ihrer weiteren Information das Merkblatt für Opfer von Verkehrsunfällen. Bitte lesen Sie dieses in Ihrem eigenen Interesse aufmerksam.
    Sie finden darin weitere wertvolle Hinweise in kompakter Form zur Wahrnehmung Ihrer Rechte als unfallgeschädigte Person, bzw. als Unfallopfer.